Anno 1552 ist das Wappen der Gemeinde Ilvesheim in der heutigen Form erstmals belegt.
Die Wappenbeschriebung lautet:
im Gespaltenen Schild mit Schildfuß
Rechts in Gold eine schwarze Harfe,
links in schwarz ein robezungter,
rotbewehrter und rotgekrönter goldener Löwe;
im roten Schildfuß ein goldener Maueranker
Das Wappen erinnert an die zugehörigkeit der Gemeinde zum Territorium der Pfalzgrafen bei Rhein (rotgekrönter, gelb-goldener-Löwe in schwarzem Feld) und deren Lehensleute, die Landschad von Steinach (schwarze Harfe in gelb-goldenem Feld), die in Ilvesheim begütert waren. Der Maueranker stellt das alte Ortszeichen dar.
Die Gründung des Dorfes durch die Franken dürfte auf das 6. Jahrhundert zurückreichen. Erstmals wurde der Ort unter dem Namen „Ulvinisheim” im Lorscher Codex 766 erwähnt.
Die Normannen in Ilvesheim. 843 zogen normannische Horden brandschatzend durchs Land. Die Besitzverhältnisee wechselten in den folgenden Jahrhunderten mehrfach. Im 12. Jahrhundert gingen Ilvesheimer Güter an den Pfalzgrafen Konrad von Staufen. Die Pfalzgrafen vergaben den Ort mit der Burg oft als Lehen an die Herren von Strahlenberg (Zehnt Schriesheim), später an die Junker von Erligheim, unter der Herrschaft etwa 1511 die burg zum Schloss "Erlenburg" ausgebaut wurde. Doch bereits 1550 ging das Schloss mit rund 70 Hektar Land an Hans Landschad von Stinach. In dieser Zeit entstand das Gemeindewappen. Die erste Schule wurde 1580 eingerichtet. Zu dieser Zeit hatte der Ort rund 330 Einwohner.
Die Schweden in Ilvesheim. Sie zerstörten 1632 wohl das Kirchenschiff. Zum Ende des 30-jährigen Krieges starben die Landschad aus, das Lehen Ilvesheim fiel an die Kurpfalz zurück.
Die Franzosen in Ilvesheim. Als Lehen des Grafen von Castell wird Ilvesheim mit der Erlenburg 1689 durch die Franzosen zerstört. 1698 wird der Ort erstmals als Lehen vergeben, er geht an die Herren von Hundheim, die um 1700 das heutige Schloss erbauten.
Als erster großer Hochwasserschutz für den Ort ist der Bau der großen Neckarmauer 1735 nachgewiesen. Um 1777 hatte der Ort 763 Einwohner. Eine große Einnahmequelle war die Fähre auf dem damals wichtigen Neckarübergang zwischen Mannheim und Heidelberg. Die Hochwasserdämme wurden 1799 fertig gestellt. Durch die Auflösung der Kurpfalz (1802) fällt Ilvesheim an Baden und wird dem Amt Ladenburg zugeordnet.
Ilvesheimer als Revolutionäre. Die Deutsche Revolution und der badische Aufstnad (1848/49) fand in Ilvesheim große Begeisterung. Freischärlerabteilungen unter dem Hirschwirt Konrad Witz wurden gegründet. Das Hirschanwesen ist heutigen Bürgerhaus mit Heimatmuseum saniert und ausgebaut.
Die Herren von Hundheim starben aus. Das Schloss fiel1855 an den badischen Staat, der darin 1868 eine Blindenschule für das Großherzogtum einrichtete. 1875 hatte der Ort 1435 Einwohner. Es war an der Zeit den ersten Ortsbauplan zu erstellen, weiter war der Bau eines gemeinsamen Schulhauses geplant.
Mangelhaftes Feuerlöschwesen und viele Brandfälle führten 1881 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.
Die Fertigstellung des Neckarkanals 1925 machtmacht Ilvesheim zu einer Insel.
Wir befinden uns im Jahre 1973 alle Vororte sind von Mannheim besetzt... alle Vororte? Nein! Eine von unbeugsamen Bürgern bevölkerte Insel hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.